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Beobachtungsbericht vom 22. + 24.08.2019


Beobachter:  Uwe

 

Beobachtungsort:  Meine Terrasse im Soester Süden

 

Teleskop:  Dobsen 250 / 1250mm

 

22.08.2019   23:30 - 00:20 MESZ

 

NGC 6888 Gn im Schwan

Der sogenannte Crescent-Nebel ist ein Wolf-Rayet-Nebel. Wolf-Rayet Sterne sind massereiche, heiße, leuchtkräftige Sterne, die Gas aus ihrer äußeren Hülle in den Raum abstrahlen. Durch den WR-Stern wird die Gasblase zum Leuchten angeregt, so dass sie als Emissionsnebel beobachtet werden kann.

Die hellsten Teile des Nebels kann man vom Stern HD 192182 mit einer Helligkeit von ~7mag aus verfolgen. Sichelförmig gehen von hier zwei Filamente ab. Nach Südosten dehnt sich ein leichtes Glimmen aus.

Als Auffindehilfe war Winfried Tipp hilfreich, dass der Nebel in einer gut erkennbaren Sternraute liegt.

Vergrößerungen: 52x, 96x   Filter: [OIII]

 

NGC 6910 OC im Schwan

Ein hübscher, offener Haufen nahe bei Gamma Cygni. Der Beiname Schaukelpferdnebel wird beim Betrachten offensichtlich. Zwei ca. 9mag helle Sterne bilden die Füße, während schwächere Sternketten (10-12mag) die Hals-Kopf-Partie, bzw. die Körper-Schwanz-Partie ausbilden; sehr schöner Anblick! Der Haufen ist lose verteilt. Ich habe zwar keine Hinweise in der Literatur gefunden, aber die beiden hellen Sterne wirken für mich so, als wären sie von kleinen Reflexionsnebeln umgeben; ein ähnlicher Eindruck, wie bei den Plejaden. Beste Vergrößerung 156x.

Vergrößerungen:  96x, 125x, 156x  Filter: keine

 

NGC 7044 OC im Schwan

Auch eine Nicht-Sichtung will vermerkt sein. Es handelt sich um einen offenen Haufen, der 12,0mag bei einer Flächenhelligkeit von 15,6mag/arsec^2 haben soll. Das ist offenbar bei einem aufgehellten Wohngebietshimmel (zumindest an diesem Abend) nicht machbar. Also weiß ich auch wo Grenzen sind.

 

NGC 7027 PN im Schwan

Die kleine PN ist wirklich klein, fast sternförmig, aber recht hell. Er zeigt sich bei hoher Vergrößerung leicht oval und grünlich. Der Filterblink mit [OIII] hilft sofort beim Aufsuchen und hebt den Nebel deutlich hervor.

Vergrößerungen:  156x, 250x   Filter: [OIII]

 

NGC 7062 OC im Schwan

Auch hier erweist sich die 156x Vergr. als günstig. Von vier Sternen eingerahmt erscheinen zahlreiche nadelspitzenfeine Sterne unregelmäßig verteilt. Der Haufen wirkt 4-eckig, vermutlich durch die hellen, umgebenden Sterne. Bei indirektem Sehen blinken und blitzen die Haufenmitglieder immer wieder auf. Der Haufen hebt sich gut vom Hintergrund der Milchstraße ab. Diese ist wohl für den grießigen Hintergrund verantwortlich. Bei kleiner Vergrößerung ist der Haufen unauffällig.

Vergrößerungen:  52x, 96x, 156x  Filter: keine

 

 

Beobachter:  Uwe

 

Beobachtungsort:  Meine Terrasse im Soester Süden

 

Teleskop:  Dobsen 250 / 1250mm

 

24.08.2019   00:10 - 01:15 MESZ

 

NGC 6940 OC im Füchschen

Schon bei kleiner Vergrößerung füllt der Haufen das Gesichtsfeld aus. Durch helle Sterne umrandet, wirkt er wie ein ausgedehnter, flacher Rhombus. Er hat zahlreiche schwache Mitglieder, die vor dem Hintergrund zu glitzern scheinen. Mir erscheint die südliche Hälfte dichter, bzw. mit helleren Sternen belegt. Sehr lohnender Anblick, der zum Verweilen einlädt.

Vergrößerung:  52x  Filter: keine

 

NGC 6885 OC im Füchschen

Hellere Sterne (~20) bilden eine ringförmige Struktur, so dass der Eindruck eines Lochs entsteht. Ich musste zweimal schauen, bis ich es realisiert hatte, das war ein überraschender Anblick. Schwache Sterne im Zentrum. Im Osten ist randständig ein auffallend heller Stern, eventuell ein Vordergrundstern.

Vergrößerungen:  52x, 125x  Filter: keine

 

NGC 6884 PN im Schwan

Der ist klein: 0,1' x 0,1'; mit 12,6mag auch nicht hell, aber bei einer Flächenhelligkeit von 6mag/arcsec^2 fällt er wiederum auf. Beim Aufsuchen fällt er irgendwann als Stern auf, der sich nicht recht fokussieren lässt, der Filterblink mit [OIII] hebt ihn vom umgebenden Sternfeld ab. Er bleibt auch bei hoher Vergrößerung annährend stellar und zeigt nach meiner Einschätzung einen türkisfarbenen Ton.

Vergrößerung:  312x   Filter: [OIII]

 

NGC 6811 OC im Schwan

Ein heller, größerer, unregelmäßiger Haufen, die Mitte erscheint frei von Sternen. Sternketten ziehen sich nach Süden, Osten und deutlich nach Norden. Der Haufen wirkt, als streben seine Mitglieder auseinander.

Vergrößerungen:  52x, 96x  Filter: keine

 

NGC 6819 OC im Schwan

Ein unregelmäßiger, verteilter Haufen, der sich durch gebogene Sternketten charakterisiert, die V-förmig verlaufen. Zwei helle Sterne fallen randständig außerhalb auf.

Vergrößerungen:  156x, 192x  Filter: keine

 

 

Beobachter:  Uwe, Winfried

 

Beobachtungsort:  Sternwarte Meckingsen

 

Teleskope:  CDK17 430 / 2960mm, Dobsen 250 / 1250mm

 

24.08.2019   22:30 - 01:20 MESZ

 

An diesem Tag geht es am Abend in Meckingsen weiter, nachdem Winfried am Freitag anlässlich des Grillfestes der Ardeyhausfreunde am Ardey Gemeindehaus den Gästen H-alpha Beobachtungen an der Sonne präsentierte. Ab 20.00 Uhr kam ich dazu, um meinen 90/600- Refraktor noch auf Jupiter auszurichten. Uli Pfeiffer hat die Gäste engagiert über den Planeten und die Galileischen Monde informiert. Also eine prima "Vereinsperformance", wie man es in Neudeutsch formulieren würde.

 

Am Samstag Abend waren dann 3 interessierte Gäste in Winfrieds Sternwarte. Nach dieser Einheit haben wir uns dann den „kniffligen“ Objekten zugewandt und zwar im kleinen unscheinbaren Sternbild Delfin. Auch hier gibt’s ein paar Deep-Sky-Preziosen.

 

NGC 6891 PN im Delfin

An Winfrieds 17"er ist der Nebel schon recht klein (0,3' x 0,1') , bei hoher Vergrößerung wird er flächig. Winfried erkennt einen Ring oder ein Halo und kann zeitweise den Zentralstern wahrnehmen.
Ich sehe ihn kleinflächig und rundlich.

Der Filterblink mit [OIII] hilft beim Finden enorm, da er auch bei mittlerer Vergrößerung noch stellar bleibt. Die blaue Farbe lässt ihn auch schon als Planetarischen Nebel erkennen.

Vergrößerungen:  148x, 247x   Filter: [OIII]

 

NGC 6905 PN im Delfin

Im 17"er ist er deutlich größer als der vorgenannte Nebel (1,3' x 0,7'). Im direkten Vergleich wirkt dieser fast riesig. Aufgrund der Größe kann er trotz geringerer Helligkeit (12mag statt 10mag) schnell gefunden werden. Der Nebel wird von 3 Sternen im Dreieck umgeben. Zum Rand hin erscheint eine dunklere Stelle, man hat den Eindruck sie wabert im Nebel herum (Luftunruhe?). Winfried nimmt den Zentralstern wahr. Ein schönes Objekt für den 17"er!

Vergrößerungen:  148x, 247x   Filter: UHC

 

NGC 6928 Gx im Delfin

Hellste Galaxie einer 4er-Gruppe. Wir erahnen mit Hilfe des Programms "Guide9" an vorgegebener Stelle den Kern der Galaxie. Ansonsten neige ich dazu, es als Nicht-Sichtung an diesem Abend zu verbuchen. Galaxien sind schon mal "trickie".

Vergrößerungen:  148x   Filter: Deepsky

 

NGC 7006 GC im Delfin

17": mit 148x bleibt er diffus und wirkt eher wie eine Kometenbeobachtung. Er kann nicht aufgelöst werden (ca. 3' x 3'; 10,6mag).

10": mit 96x und 156x ist er gut zu sehen, bleibt aber ein kleiner milchiger Fleck ohne Struktur.

 

NGC 6934 GC im Delfin

17": bei 148x wirkt er wie eine kleinere Ausgabe von M13, kann am Rand in Einzelsterne aufgelöst werden, der Kernbereich wird grießig (7' x 7'; 8,5mag).

10": Die direkte Vergleichsbeobachtung zeigt einen hellen, nicht aufgelösten Fleck, der zur Mitte hin deutlich heller ist. Die Randbereiche sind klar zum Hintergrund abgegrenzt.

Beide Kugelhaufen im Delfin sind im großen Gerät lohnend und im mittleren Teleskop einen Blick in dieses kleine Sternbild wert.

 

NGC 7025 Gx im Delfin

 


 

17": Hier muss wieder "Guide9" als Aufsuchhilfe bemüht werden. Ein ab- und aufschwingende Linie aus 5 Sterne und eine auf dem mittleren Stern stehende Raute weisen den Weg. Ohne "Guide9" würde man die Galaxie übersehen. Aber mit dem Wissen, dass sie dort ist, zeigt sich ein mäßiges Glimmen vor dem Hintergrund.

Da wir ein wenig suchen, d.h. etwas länger am Okular verweilen, fällt mir auf, dass die genannte Linie mit der Raute aus gleichfarbigen, gleichhellen Sternen besteht. Der visuelle Eindruck weist daraufhin, dass es sich um einen offenen Haufen handeln könnte. Ein Blick in den   Beobachteratlas für Kurzentschlossene zeigt, dass es sich um das Sternmuster French 1 handelt und die Mitglieder eine gleiche Bewegungsrichtung aufweisen. Somit ist die Idee eines offenen Haufens nicht so ganz abwegig.

Vergrößerungen:  148x, 247x   Filter: Deepsky

 

Legende:

Gx = Galaxie

OC = offener Sternhaufen (open cluster)

GC = Kugelsternhaufen (globular cluster)

Gn = Gasnebel

PN = Planetarischer Nebel

 

                                                                                                                                      
Crescent-Nebel NGC 6888 im Schwan
Das Bild wurde aufgenommen an der Sternwarte Meckingsen. Gesamtbelichtungszeit 30min, Teleskop CDK17, Kamera Atik 11000, Filter H-alpha, [OIII], [SII], Datum 24.08.2016.

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