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Beobachtungsbericht vom 13. und 15.07.2018

 

Beobachter: Uwe


Datum: 13./14.07.2018

Ort: Flugplatz Lohner Klei

 

Nach dem Treffen im Ardeyhaus haben sich Andreas, Winfried und ich noch am Flugplatz im Lohner Klei getroffen. Ich hatte den Dobson von zuhause geholt. Andreas und Winfried haben nach leuchtenden Nachtwolken Ausschau gehalten. Die einschlägigen Internetseiten meldeten Sichtungen in Lübeck und Kiel. In unserer Region war leider nichts zu sehen. Allerdings zogen Jupiter, Saturn und später Mars über den Himmel. Ab 0:30 Uhr leider auch Wolken.

 

Saturn im Sternbild Schütze

Obwohl tief im Süden, zeigte sich der Planet bei leichter Luftunruhe klar. Zwei Bänder waren am Äquator zu erkennen. Bei Momenten guter Luftruhe war die Cassini-Teilung beinahe umlaufend erkennbar. Da der Planet sich gerade in einem sternreichen Feld befand, war während der Beobachtung nicht eindeutig klar, welches Objekt ein Mond und welches ein Hintergrundstern war.

Vergrößerungen: 156x, 192x

 

Jupiter im Sternbild Waage

Hier erstaunte mich, dass die Luftunruhe stärker zum Tragen kam. Der GRF war randständig und auf dem Weg auf die Rückseite des Planeten. Im NEB zeigten sich wieder zum Äquator zwei dunkle Bereiche. Wir haben abwechselnd beobachtet.

Vergrößerungen: 156x, 192x

 

Lagunennebel M8 GN im Schützen

Vom Sternbild Schütze waren freisichtig keine Sterne über dem Horizont zu erkennen. Der hellste Teil des Gasnebels zeigte sich nach dem Aufsuchen mittels digitalen Teilkreisen. Im Nebel steht der offene Sternhaufen NGC 6530. Der Anblick wirkte wie ein Gasnebel neben einem offenen Haufen, dass der Gasnebel den Haufen umschließt stellte sich nicht dar. Nur der hellste Teil des Gasnebel wurde gesichtet, war dann aber gut zu erkennen.

Vergrößerungen: 125x, 156x         Filter: OIII

 

Trifidnebel M20 GN im Schützen

Wenige Grad nördlich davon steht M20. Dieser Gasnebel wirkte hier diffus, zwei dunkle Teilungen im Nebel fielen schwach auf. Im Vergleich zu M8 wirkte er hell und rund. Durch die runde Struktur sah er wie ein heller Komet ohne Kern aus. Klar das so was Ende des 18 Jh. bei Herrn Messier auf der Merkliste kam.

Vergrößerungen: 125x, 156x        Filter: OIII

 

Komet 21P / Giacobini-Zinner im Cepheus

Er wehrte sich ein wenig gegen das Gefundenwerden. Die Koordinaten führten trotz Übersichtsokular nicht zum Ziel. Wie Winfried bei unserem monatlichen Treffen am Abend schon bemerkte, sind die Tageskoordinaten immer für den Tagesbeginn (d.h. im Moment 2h MESZ) genannt und am Abend des Tages steht das Objekt eher an den Koordinaten des Folgetages. Daher suchte ich den Kometen mittels Telradsucher auf, was gut ging, da er nahe der Sterne Zeta und Epsilon Cephei stand. Ich suchte das Sternfeld mit 35x Vergrößerung ab und nach gut 15 Min. erkannte ich ein Glimmen im sternreichen Milchstraßenumfeld.
Der Komet war gefunden und wurde mit höheren Vergrößerungen angegangen. Ab 156x war eine hellere Kernregion auszumachen, die von einer leicht ovalen Koma umgeben wurde, der Kern trat bei 192x besser hervor. Die Koma verlief sich mit dem Hintergrund, eine Abgrenzung nahm ich nicht wahr.

Beim Treffen hatte ich über den geplanten Versuch berichtet, mittels UHC Nebelfilter könne evtl. die Koma des Kometen kontrastreicher werden. Was bei Gasnebeln funktioniert sollte auch bei Gaskometen möglich sein. Das wurde jetzt probiert, führte aber (zumindest heute) nicht zu einer verbesserten Wahrnehmung.

Vergrößerungen: 35x, 156x, 192x

 

Datum 15.07.2018

Ort: Meine Terrasse im Soester Süden

 

Komet 21P / Giacobini-Zinner im Cepheus






Es ist 1.30 Uhr in der Nacht und ein schöner Sternenhimmel, ich komme von einer Geburtstagsfeier in Unna und zwei Dinge werden verschoben. Der Gang ins Bett und das Teleskop, nämlich auf die Terrasse. Cepheus steht schön hoch am Himmel. Wiederum aufsuchen mittels Telradsucher, was prompt zum Kometen führt. Mit dem Wissen über seine Morphologie von gestern ist er schnell identifiziert.

Entweder ist der Himmel besser (schließlich kann ich trotz Wohnlage in der Siedlung die Milchstraße von Cassiopeia bis zur Schildwolke gut erkennen) oder die Koma ist wirklich größer. Mir erscheint die Ausdehnung ein wenig weiter als bei der Vorbeobachtung. Den Kern finde ich erst bei 250x Vergrößerung. Ich beobachte eine gute halbe Stunde und die Ortsveränderung des Kometen innerhalb dieser Zeit ist sehr deutlich.

Entweder ist der Himmel besser (schließlich kann ich trotz Wohnlage in der Siedlung die Milchstraße von Cassiopeia bis zur Schildwolke gut erkennen) oder die Koma ist wirklich größer. Mir erscheint die Ausdehnung ein wenig weiter als bei der Vorbeobachtung. Den Kern finde ich erst bei 250x Vergrößerung. Ich beobachte eine gute halbe Stunde und die Ortsveränderung des Kometen innerhalb dieser Zeit ist sehr deutlich.

Ich bin insgesamt eine Stunde draußen; vier Meteore vervollständigen den Abend und sicher ein halbes Dutzend gut sichtbare Erdsatelliten finde ich beim „spazierensehen“ am Himmel.

Vergrößerungen: 35x, 156x, 192x, 250x, 312x

 

Legende:

Gx = Galaxie

OC = offener Sternhaufen (open cluster)

GC = Kugelsternhaufen (globular cluster)

Gn = Gasnebel

PN = Planetarischer Nebel

 

 

                                                                                                                                                                                                 

 


                                                                                                                                                                         

Die Aufnahme mit dem Kometen 21P/Giacobini-Zinner entstand an der Sternwarte Meckingsen am 15.07.2018 um 00:02 MESZ. Bildautor: Winfried, Teleskop: CDK17, Kamera: Atik 11000, Belichtungszeit: 120s, Filter: CLS, Bining: 2x2

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