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Beobachtungsbericht vom 14.08.2017

 

Beobachter: Uwe

 

Georg, Winfried und ich sind ab ca. 21.20 Uhr am Flugplatz im Lohner Klei. Die Wolken lösen sich auf und geben die Sicht auf die Planeten frei. Georg hat sich mit einem Fernglas ausgerüstet. Winfried hat den 8" Dobson aufgebaut, meinerseits ist der 10" Dobson im Einsatz. Ende der Beobachtung 23:00 Uhr.

 

Jupiter steht über dem Westhorizont. Allerdings zeigt sich hier ein erhebliche Luftunruhe. Mir scheint es so, als ob die Atmosphäre eine Bewegung von Ost nach West aufweist. Im Laufe des Abends vernehmen wir zweimal merkliche Temperaturunterschiede. Gegen 22.00 Uhr wird es frischer, wobei es uns eine gute halbe Stunde wieder wärmer erscheint. Wir spekulieren darüber, ob die für den Folgetag angekündigte Warmfront bereits herein zieht. Das wäre eine Erklärung für die Luftunruhe. Gegen 20:45 Uhr hatte Winfried den Jupiter bereits am Taghimmel beobachtet und nicht nur gute Bedingungen festgestellt, sondern auch in der Nordpolregion Jupiters den Schatten vom Mond Ganymed erlebt.
Zum Zeitpunkt der Beobachtung sind drei Galileische Monde erkennbar. Io, der innerste, steht hinter der Planetenscheibe. Details auf der Planetenscheibe sind nur mäßig sichtbar. Es wirkt fast, als wenn man sich über ein Lagerfeuer hinweg mit einem Gegenüber unterhält.

 

Bei Saturn sind die Bedingungen erfreulicher. Saturn hat seine Höchststellung bereits durchschritten. Im 10" Dobson zeigt sich die Cassinische Teilung an den breitesten Stellen des Ringes. Östlich sind die Monde Dione, Rhea und Titan erkennbar. Dione zeigt sich nur bei indirekter Sicht und blinkt auf, sobald ich knapp neben die Position schaue. Auf Saturn ist ein breiter und ein sehr schmaler Ring erkennbar.

 

Obwohl wir mit M71 einen Kugelsternhaufen vor uns haben, wirkt er wie ein entfernter offener Haufen. Er findet sich im kleinen Sternbild Pfeil zwischen den Sternen Gamma und Delta Sge. Somit ist er leicht aufzufinden. Die dreieckige Form weist mit der Spitze grob nach Nord, östlich findet sich noch eine kleine Sternkette. Georg entdeckt nach Süden eine weitere Verdichtung, wobei uns nicht klar ist, ob es ein Teil des Haufen ist oder zum reichen Hintergrund der Milchstraße gehört. Fotografien im www. werden dem Visuellen selten gerecht und zeigen einen klassischen Kugelhaufen.

 

Der Hantel-Nebel M27 fällt mir ob seiner Größe fast "aus dem Okular vor die Füße". Die taillierte Hantelform zeigt sich spontan. Die schwächeren Bereiche sind sichtbar, obwohl der Himmel noch nicht dunkel ist. Mit dem OIII-Filter treten diese Bereiche noch deutlicher hervor und zeigen diffuse, milchige Strukturen unterschiedlicher Intensität. Nach Osten nehme ich einen dunkleren, weniger ausgeprägten Teil im sog. "Ohr" war.

Da lohnt sich sicherlich mal der Zeitaufwand für eine Zeichnung.

 

Obwohl etwas näher am Horizont als der Saturn findet Winfried M8 prompt mit dem 8"er. Hier zeigen sich die hellen Teile und sehr schwach die umgebenden Nebelstrukturen.

Im 10"er schaue ich etwas länger und finde vor allem den eingebetteten offenen Haufen NGC 6530, der deutlich hervor kommt, und sich mit klaren blau-weißen Stern von der Umgebung abhebt. Die hellsten Nebelanteile lassen die Bedingungen noch zu. Nach Westen stellt sich ein elongierter, ovaler Bereich dar; nach Ost ein eher quadratisch-unförmiger Nebelbereich.


 


 

                                                                                                                                                             

Georg, Uwe und die beiden Dobson-Fernrohre am Beobachtungsort Flugplatz Lohner Klei. Uwe an seinem 10-Zöller, recht der 8-Zöller von Winfried.

Sternfreunde-Soest

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