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Beobachtungsbericht vom 08.12.2019

 

Beobachter:  Uwe

 

Beobachtungsort:  Meine Terrasse in Soest


Uhrzeit: ab 18:30 Uhr

 

Teleskop:  APO 90/600mm

 

Nachdem Winfried und ich am vergangenen Mittwoch (wie angekündigt) in der Meckingser Sternwarte waren und ausführlich Mond geguckt haben, bin ich gestern auf die Schnelle mit dem kleinen Apo auf den Rasen gegangen.

Am Mittwoch hatten wir uns neben dem Mond noch Uranus und Neptun zugewandt. Ich hatte den Verdacht, den Neptunmond Triton zu erwischen, aber er hat sich nicht offenbart, obwohl eine Helligkeit von 13,5mag theoretisch in Reichweite des 17“er liegt – theoretisch eben. Ein Stern aus dem TYC-Katalog stand als Fake-Mond in der Nähe. Das war schon eine spannende Suche.

Spannend ging’s weiter: Trotz des Mondlichtes konnten wir den Kometen C/2017 T2 sehr gut ausmachen und sogar einen Schweifansatz erkennen. Seit Jahren mal wieder ein Komet mit visuell erkennbarem Schweif !!

Der 5“er hat in der Sternwarte ein schönes, klares, gut aufgelöstes Bild der eindrucksvollen Schattenspiele der Mondalpen gezeigt!

 

Mond

Durch eine ausgedehnte Wolkenlücke konnte ich mit dem Refraktor einen Blick auf Mond erhaschen. Dabei habe ich mich auf das Mare Humorum (Bild unten links) konzentriert. Das Bild gibt den Anblick im kleinen Refraktor sehr wirklichkeitsgetreu wieder. Mit 3,5" Öffnung ist keine übermäßige Auflösung zu erwarten, entsprechend der Brennweite  bleibt auch die Vergrößerung im unteren Bereich.

Bei diesem Mare fällt unmittelbar der bei "12 Uhr" liegende Krater Gassendi (rote Markierung) auf. Nach rechts zeigten sich 3 auffallend helle Regionen, deren Charakter sich visuell während der Beobachtung nicht eindeutig zuordnen ließ. Ungewöhnlich erschien das gelb markierte Gebiet.
Die hochauflösende Aufnahme zeigt, dass es sich bei den Aufhellungen zum Krater hin um bergige Regionen handelt.

Die dritte Region trägt den Namen "Helm", was sich bei der Originalansicht im Okular (Norden unten) sogleich erklärt. Der Helm ist eine flache Aufwölbung des Mondbodens vulkanischen Ursprungs mit etwa 60km Durchmesser. Altes Gestein wird somit von jüngerer, dunklerer Lava umgeben.

Ich habe den Blaufilter eingesetzt, um einerseits die Blendung durch das helle Mondlicht zu reduzieren, andererseits erschien mit damit der Kontrast besser. Ein Graufilter war weniger kontrastreich.

 

Okulare:    Televue 55x (11 mm)

                Plössl, 92x (6,5 mm)

                Hyperion, 75x (8 mm)

Das 5mm Okular war schon im Bereich der "Totvergrößerung", da Details hier untergingen.

                                                                                                                                                                              

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            

                                                                                                                                                                                  

Bildquellen:
https://wfs.berlin/berliner-mondatlas/Nav/index.html
https://www.abenteuer-sterne.de

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