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Beobachtungsbericht vom 05.03.2018

 

Beobachter: Uwe

 

 


Ort: Meine Terrasse, Wohngebiet, Soester Süden   Fernrohr: 10" Dobson

 

NGC 2423 OC im Sternbild Puppis

Da der Himmel über Tag vielversprechend aussah, hatte ich den Dobson zum Auskühlen auf die Terrasse gestellt. Plastiksack gegen Wind und Nässe drüber und fertig.

Gegen 21:30 wollte ich raus, da M 46 und M 47 meine Ziele waren. Ich wollte nur einen schnellen Blick tun und habe auf die Installation der digitalen Teilkreise verzichtet, schließlich ist der Telrad ein zuverlässiger Finder. Auf der Suche nach M 46 fand ich prompt einen offenen Haufen, der aber so gar nicht auf die vorher gelesene Beschreibung passen wollte.

Es war der genannte NGC Haufen. Er hat eine Helligkeit von 7mag und stellt sich bei einem Durchmesser von 20 Bogenminuten im Gesichtsfeld klar dar. Er hat zahlreiche gleichhelle eher schwächere Sterne zu bieten. Kurze Sternketten fallen im Haufen auf, so dass für mich eine Art Dreiteilung erschien.

Obwohl er kürzlich in Sterne und Weltraum ausführlich als zu Unrecht vernachlässigtes Objekt besprochen wurde, habe ich mich ihm nicht näher zugewandt. Im Haufen sollen mehrere Doppelsterne stehen. Das wird bei nächster Gelegenheit erneut überprüft. Entfernung 2.500 Lichtjahre.

Vergrößerungen: 52x, 96x, 125x

 

M 46 OC und NGC 2438 PN im Sternbild Puppis

Kein Risiko und kein Zeitverlust, die Teilkreise werden fix installiert; im Westen drohen Wolken. Da heißt es keine Zeit mit Suchen verlieren, wenn man auch mal zufällig auf die eine oder andere interessante Stelle stößt.

Bei kleiner Vergrößerung bleibt der Haufen teils diffus und nicht auflösbar, was sich aber bei der Vergrößer-ung von 96x prompt gibt. M 46 ist mit 6,1mag heller und mit ca. 27' Durchmesser größer als der vorgenannte Haufen. Die Vielzahl der Mitglieder fällt sofort ins Auge. Mit 5.500 Lj. ist er doppelt so weit entfernt wie der NGC Haufen, aber sternreicher und heller.

Der planetarische Nebel zeigt sich trotz seiner mäßigen Helligkeit von 10,8mag sofort! Mit seiner Entfernung von 3.000 Lj. gehört er nicht zum offenen Haufen, sondern steht lediglich in der Sichtachse zu M 46. Zunächst erscheint er diffus und unscharf begrenzt. Ein OIII-Filter bringt deutliche (!) Vorteile. Der Nebel erscheint kräftiger und kontrastreicher. In der Mitte erscheint er bei zunehmender Vergrößerung dunkler.

Ich habe mich sicher gut 30 Minuten mit dem Haufen beschäftigt, da die Kombi OC und PN recht spannend ist. 

Vergrößerungen: 52x, 96x, 125x, 250x     Filter: CLS, OIII

 

M 47 OC im Sternbild Puppis

Da ich zu Beginn der Beobachtung wegen Wolkenfetzen aufgeben wollte, habe ich zunächst mit dem 20x80 Fernglas herumgeschaut. Das lohnte sich, weil ich das Wegziehen der Wolken mitbekam und weil der Haufen bereits im Fernglas eindeutig zu identifizieren war, was bei ca. vollmondgroßer Ausdehnung und 4,4mag nicht verwunderlich ist. Er ist verteilt und zeigt einige helle Sterne, was ihm ein recht prachtvolles Erscheinungsbild verleiht. Mit 1.700 Lj Distanz ist er der nächstgelegene dieser drei Haufen.

Vergrößerungen: 52x, 96x, 125x        Filter: CLS

 

 

 

M 48 OC im Sternbild Hydra

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der CLS-Filter gute Dienste leistet um Laternen, Lichter und weitere „Latüchten“ zu unterdrücken!

Der Haufen ist groß und verteilt (40‘- 50‘) und 6mag hell. Dadurch ist er sicher ein Objekt für jedes Teleskop und Fernglas. Zum Zentrum ist eine Verdichtung einiger heller Sterne.

Vergrößerungen: 52x, 96x,

 

M 67 OC im Sternbild Krebs

Am Rand fällt sofort ein heller Stern auf. Der Haufen selbst ist durch Sternketten, bzw. –stränge geprägt. Er ist locker verteilt, hell und lohnend für die Betrachtung. Die hellen Mitglieder können gut voneinander getrennt werden. Dennoch behält der Haufen ein Hintergrundglimmen. Möglicherweise von zahlreichen lichtschwachen Sternen. Im Vergleich zu den anderen Haufen hebt sich dieses Phänomen heraus.

Die Wolken aus dem Western erscheinen am Himmel und ich wieder im Wohnzimmer.

Vergrößerungen: 52x, 96x, 125x                

 

 

Legende:

Gx = Galaxie

OC = offener Sternhaufen (open cluster)

GC = Kugelsternhaufen (globular cluster)

Gn = Gasnebel

PN = Planetarischer Nebel


                                                                                                                                                          

Dies Bild zeigt die Anordnung der Haufen im Sternbild Puppis. Sie sind recht gut auffindbar. Man bildet eine Linie von Sirius nach Osten und von Prokyon (Hauptstern Jagdhunde) eine Linie nach Süden. Am Kreuzungspunkt dieser Linien stößt man auf diese Trias offener Sternhaufen.

Sternfreunde-Soest

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