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Beobachtungsbericht vom 26. u. 27.02.2019

 

Beobachter: Uwe

 

Beobachtungsort: meine Terrasse im Soest Süden

 

Teleskop:  10" Dobson

 

26.02.2019   22:00 - 23:05 MEZ

27.02.2019   21:30 - 23:00 MEZ

 

Komet Iwamoto C/2018 Y1 im Fuhrmann

26.02.2019

Ich habe mich über die Vergrößerungen meiner Baader-Okulare an den Kometen herangetastet; d.h. 35x, 52x, 96x, 125x, 156x.  Bereits im Übersichtsokular ist Iwamoto als milchiger Klecks gut zu erkennen. Er bildet an diesem Abend ein flaches, gleichmäßiges Dreieck mit theta Aurigae und beta Tauri. Da die Batterien der Teilkreise „schlapp machten“ und kein Ersatz im Haus ist, muss der Telradsucher ran. Beim schnellen Aufsuchen kommt M36 ins Bild, der ein wenig südlich des Kometen steht.
Iwamoto zeigt sich diffus, ohne erkennbaren Kern, strukturlos und visuell ohne Schweif. Die Koma weist keinen klar definierten Rand auf. Ab 125x wird eine mäßige Verdichtung zur Mitte merklich. Ich probiere den genannten Filter und siehe, es führt zu einer erkennbaren Kontrasterhöhung an diesem Abend.

Ich halte mich länger an diesem Objekt auf und versuche Strukturen zu erkennen. Ein schwacher Stern scheint durch die Koma.

 

27.02.2019

Am Folgetag wiederhole ich die Beobachtung. Iwamoto wanderte weiter zwischen M36 und M38. Ich nutze die 52x und 96x Vergrößerung. Mit und ohne Filter erscheint der Komet weniger deutlich. Die Erscheinung entspricht im wesentlichen der vom Vortag, nur wirkt der Himmel weniger durchsichtig. 125x stellt sich als „Totvergrößerung“ heraus, auch der Filter hilft heute nichts. Die leichte Aufhellung zur Mitte ist wiederum wahrnehmbar.

 

Im www werden für den Kometen ca. 8mag angegeben. Sky Safari nennt >11mag. 8mag ist sicher realistisch, da das Aufsuchen prompt und ohne Mühe gelingt. Der Komet entfernt sich, wird somit zunehmend schwächer.

Vergrößerung: s. Text      Filter: UHS-C


26.02.2019


M36, M37, M38 und NGC 1907 OC im Fuhrmann

Den drei bekannten offenen Haufen aus dem Messierkatalog statte ich noch einen Höflichkeitsbesuch ab, da sie in unmittelbarer Nähe liegen, als Beobachtung mag ich das nicht bezeichnen; sie seien hier aber der Vollständigkeit halber erwähnt. Die Drei lohnen immer mal wieder einen Blick.

NGC 1907 ist ein kleiner Nachbar von M38, beide Haufen stehen gleichzeitig im Gesichtsfeld. Bei 35x kann er nicht aufgelöst werden, fällt dem aufmerksamen Betrachter beim Absuchen des Gesichtsfeldes aber als rundlich nebliger Fleck sofort auf.

Vergrößerung: 35x  Filter: keine

 

NGC 2841 Galaxie im Großen Bären 

Mutig suche ich mit dem Telrad den Kometen Wirtanen, der mit ca. >10mag nahe der Vordertatze des Gr. Bären steht. Da das im Zenit ist und ich mir mit der Telradsuche fast den Hals breche, gebe ich die Suche auf. Das braucht dann doch mehr Geduld und Muße, als ich sie um kurz vor 23.00 Uhr habe. Allerdings springt mir bei der Suche unverkennbar eine Galaxie ins Gesichtsfeld, die mittels SkySafari auf dem Handy als NGC 2841 identifiziert wird. Die Spiralgalaxie findet sich gut 2° von theta UMa entfernt  und zeigt einen auffallend hellen Kern mit abgegrenztem Halo sowie eine elliptische Form. Beim Durchstreifen der Region fällt sie prompt und deutlich als Galaxie im 10“er auf.

Vergrößerung: 35x   Filter: keine



27.02.2019


NGC 2244 und NGC 2237 OC und Gn im Einhorn

Nachdem ich helle Teile des Rosettennebels im kleinen Refraktor ausmachte, richte ich heute den 10“ Dobson auf den Nebel, der insgesamt über das Gesichtsfeld hinaus gehen muss. Ich sehe zunächst – nichts. Ich suche das Umfeld um den markanten OC ab, bis mir „leere“ Bereiche, insbesondere süd-westlich und – gering ausgeprägt – nördlich davon auffallen. Mir kommt die Erkenntnis, dass ich nicht Nichts sehe, sondern Teile des Nebels, die das Licht der Hintergrundsterne nicht passieren lassen. Im Refraktor (90mm) war eher eine kleine Aufhellung nach Norden zu sehen. Der CLS unterstützt nur wenig und zeigt nicht die Wirksamkeit wie am Vortag. Fazit: Erkenntnis hat gedauert – als gesichtet vermerken – zufrieden sein!

Vergrößerung: 35x    Filter: CLS

 

NGC 2301 OC im Einhorn                                                                                                 

Mit 6mag und einer Ausdehnung von 20’x20‘ ist er ein markantes Objekt. Eine auffällige Sternkette zieht sich von Norden nach Süden, eine schwächere Kette geht nach Osten, so dass eine dreiarmige Struktur entsteht. Das zunächst grießige Zentrum kann bei höherer Vergrößerung in zahlreiche, schwache Sterne aufgelöst werden.

Vergrößerung: 125x, 156x   Filter: keine

 

NGC 2324 OC im Einhorn

Die Teilkreise sind heute mit Batterien versorgt, also kann es mutig an Kleineres gehen. Der kleine Haufen (8x8‘) ist eher schwach und erscheint als diffuses Wölkchen ohne Struktur und ist zunächst kaum als Haufen wahrnehmbar. Bei 156x können schwache Sterne bei körnigem Hintergrund erkannt werden.

Vergrößerung: 52x, 125x, 156x   Filter: keine

 

M47  OC in Puppis

Vom Einhorn „springe“ ich nach Süden ins Sternbild Achterdeck (Puppis). Selten gehört? Kein Wunder, die Sternhaufen finden sich bei einer Dekl. von -14° und das ist der nördlichste Teil dieses Sternbildes. Es zeigt sich ein locker verteilter, unregelmäßiger und großer Haufen mit einigen hellen Sternen.

Vergrößerung: 52x   Filter: keine

 

NGC 2423 OC in Puppis                                                                                                     

NGC 2423 findet sich unmittelbar nördlich von M46. Morphologisch fällt eine gebogene Grundform auf, ähnlich einer Bohne, nach Osten reißen 2 kleine Gruppen mit wenigen Sternen aus. Bei 52x wirkt er schwach, milchig, ab 96x zeigen sich schwache, locker angeordnete Mitglieder.

Vergrößerung: 52x , 96x  Filter: keine

 

M46 und NGC 2438 OC und PN in Puppis

M46 bildet mit M47 ein schönes Paar, ca. 1,5° Distanz. M46 besteht aus deutlich schwächeren Mitgliedern, ab mittlerer Vergrößerung werden viele Haufenmitglieder sichtbar. Nach kurzer Betrachtung fällt am nördlichen Rand des Haufens ein diffuser Fleck auf, dabei handelt es sich um den vorgelagerten planetarischen Nebel NGC 2438. Bei 156x zeigt sich ein ovaler, fast runder Nebel, in der Mitte kann ein dunklerer Bereich wahrgenommen werden, ein Feldstern steht unmittelbar am Rand. Tolles Paar, sehr lohnenswert.

Vergrößerung: 52x , 96x, 125x, 156x  Filter: keine

 

Legende:

Gx = Galaxie

OC = offener Sternhaufen (open cluster)

GC = Kugelsternhaufen (globular cluster)

Gn = Gasnebel

PN = Planetarischer Nebel

                                                                                                                                                                                                     

                                                                                                                                                                         

46P/Wirtanen aufgenommen am 04.12.2018 um 23:38 MEZ
Teleskop: CDK17, Kamera: Nikon D7200, Belichtungszeit: 30s bei 3200 ASA
M 46 und NGC 2438
Beobachtungsort: Sternwarte Meckingsen; Teleskop: CDK17; Kamera: Atik 11000; Belichtung: 3x60s, 2x2 Binning; Filter: Halpa, OIII, SII; Chiptemperatur: -25°C; Datum: 29.02.2106

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