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Beobachtungen am 14. und 15.06.2017


Beobachtungen am 14.06.2017


Beobachter: Winfried

 

Ich habe mich am Nachmittag mit der Sonne beschäftigt. Im Weißlicht war ein Flecken und daneben Fackeln sichtbar. Im H-alpha-Licht gab es eine lang ausgedehnte Protuberanz, die ich auch fotografiert habe, und einige kleinere zu sehen. Das Fotografieren mit dem neuen Filter klappt noch nicht zufriedenstellend. 

Ein kurioses Schauspiel lieferten um 21:30 MESZ die Jupitermonde Europa und Ganymed. Weil ich nicht kontinuierlich beobachtet habe, war das Geschehen ein Rätsel. Erst ein Blick ins Himmelsjahr klärte die Sachlage. Im Westen Jupiters waren Io und Callisto zu sehen, im Osten zunächst Ganymed. Nach einer Beobachtungspause war dann dicht neben Ganymed auch Europa aufgetaucht. Nach einer weiteren Pause war östlich von Jupiter wieder nur ein Mond (Europa) sichtbar.

Die Erklärung:

            20:27 UT Europa Verfinsterungsende

            20:32 UT Ganymed Verfinsterungsanfang

Ich habe weder Anfang noch Ende der Verfinsterungen beobachtet, sondern nur beide Monde, als sie kurz gleichzeitig zu sehen waren. Wahrlich ein kurioses Schauspiel.



Beobachtungsbericht 14./15.06.2017

 

Beobachter:  Uwe

 

Der Komet Johnson ist im Bootes weiter nach Süden gewandert. Gegen 0.00 Uhr  hatte ich den Eindruck, dass die Koma kleiner erscheint und auch der Kern nicht mehr so eindeutig punktförmig aussieht, wie bei den Vorbeobachtungen Ende Mai. Der Kern erscheint diffuser und die Gesamtgröße nimmt meines Erachtens ab. Der Komet hat sein Perihel vor wenigen Tagen durchwandert und macht sich wieder auf ins All.

Vorher hatte ich in der Dämmerung die Verfinsterung des Mondes Ganymed durch den Jupiterschatten beobachtet. Innerhalb weniger Minuten sank die Helligkeit des größten Jupitermondes erkennbar, bis er im Dunkel des Schattens verschwand. Es wirkte wie ein langsames Herabdimmen. Auf dem Planeten selbst erkannte ich keine wesentlichen Strukturen, so dass ich auf eine Zeichnung verzichtet habe.

Mittels der digitalen Teilkreise habe ich dann NGC 6210 im Herkules aufgesucht (9,5mag; Größe 0,3'). Verlängert man von Gamma Hercules über Beta Hercules den Abstand der Sterne nach NO, trifft man auf diesen planetarischen Nebel. Bei kleiner Vergrößerung (~50x) ist der Nebel nicht ohne weiteres zu erkennen. Er hebt sich erst bei genauer Betrachtung von den Feldsternen ab. Da er sehr klein ist, verträgt er die max. Vergrößerung (250x) und zeigt sich dann als beinahe runder blassblauer Fleck. Einen Zentralstern konnte ich nicht ausmachen. Der Rand scheint nicht deutlich begrenzt zu sein.

Da ich gerade im Hercules "unterwegs" war, habe ich noch einen Blick auf M92 gewagt. Der Kugelsternhaufen mit 6,5mag ist wieder mal eindrucksvoll und zeigt sich bis in die Mitte granuliert. Außen wird er von zwei augenfälligen Sternketten flankiert. Das Objekt ist immer einen Blick wert und aufgrund der vielfältigen Atmosphärenqualität kann der Eindruck von Beobachtung zu Beobachtung variieren.

Gegen 0:46 Uhr fiel ein Meteor senkrecht zwischen Deichsel und Kasten des großen Wagens hindurch. Er war ca. 2 Sek. zu sehen und hatte sicherlich die Helligkeit von Jupiter. Ich meine, die Leuchtspur hätte eine gelbliche Färbung gehabt, zum westliche Rand hin ins Orange changierend.

Um 1:45 Uhr habe ich trotz der umliegenden Bebauung und der Horizontnähe Saturn ins Okular bekommen. Ich meine ca. 5 Monde erkannt zu haben. Die Recherche in der Stellarium software deutet auf Titan, Dione, Hyperion, Thetys und Rhea hin.

Weiterhin zeigt sich deutlich ein Wolkenband auf der Mitte sowie die Cassinische Teilung im Ring, was mich besonders freut, da sie mit dem 5"er optisch-visuell kaum erreichbar war. Ebenso verhält es sich mit den Monden.

Mit der derzeit max. Ringöffnung und Oppostionsstellung gibt sich der Saturn aktuell von seiner besten Seite!

 

Für die Ästheten unter uns empfehle ich den offenen Sternhaufen NGC 6633. Nur unwesentlich östlich von dem von mir am vergangenen Freitag frei sichtbaren IC 4665 gelegen. Wir finden ihn im NÖ Bereich des Schlangenträgers, Richtung Adler. Es handelt sich um einen länglich verteilten, lockeren Haufen mit einer mäßigen Konzentration zur Mitte. Im Okular zeigen sich 2-3 Dutzend weißlich-bläuliche Sterne, die sich deutlich vom Milchstraßenhintergrund abheben. Es ist eine visuell wundervolle, hübsche Sternenwolke.


 


 


 

                                                                                                                                                            
Kugelsternhaufen M 92 im Sternbild Hercules.
Aufnahme vom 04.10.2016; Ort: Sternwarte Meckingsen; Teleskop: PlaneWave CDK17; Kamera: Atik 11000; Belichtung: 120s; Binning 2x2; Filter: CLS;

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