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Beobachtungsbericht vom 08.07.2018

 

Beobachter: Uwe

 

Beobachtungsort: Meine Terrasse im Soester Süden

Beobachtungszeit: 00:25 - 3:00 Uhr

Teleskop: Dobson 250/1250mm

 

 

Komet 21P/Giacobini-Zinner

Zunächst fange ich mit dem Objekt an, das ich nicht gefunden habe. Da der Himmel in die Nachtstunden hinein immer brauchbarer wurde, musste mich der Dobson in den Garten begleiten. Das hatte den Nachteil der Stadtrandlage und vermutlich mäßigen Tubusseeings, da aufgrund der Nachtzeit auf eine Auskühlzeit zu verzichten war.

Der Komet sollte unmittelbar neben NGC 7128 im Cygnus (Schwan) stehen, also habe ich auf exakte Koordinaten verzichtet und gehofft, dass das Absuchen der Umgebung zum Ziel führt.

In  http://fg-kometen.vdsastro.de/pix/21P/21P_07072018.htm  findet sich ein Bild vom 07.07.. Der Komet findet sich im linken, unteren Quadranten. Der Sternhaufen im oberen, rechten Quadranten des Bildes ist NGC 7128.

Im Moment soll der Komet ca. 10mag haben (heller werdend). Er wandert vom Schwan in den Cepheus und hat somit gute Sichtbedingungen. Vermutlich hatte ich ihn im Okular, aber nicht erkannt. Wie gesagt, Tubusseeing und Stadtumgebung waren nicht die besten Rahmenbedingungen. Dafür habe ich die Gegend intensiv abgesucht und mit 35x Vergrößerung müsste er dabei gewesen sein.

Vergrößerungen:  35x, 52x, 96x, 125x


 

NGC 7000 und IC 5067 GN im Cygnus

Nach der erfolglosen und zeitraubenden Suche habe ich mich „zur Beruhigung“ auf astronomische Blockbuster konzentriert. In diesem Fall der Nordamerikanebel (NGC) und den Pelikannebel (IC). Die beiden Objekte waren als Aufhellung mit Farbverlauf in den dunkleren Hintergrund zu erkennen. Aufgrund der Ausdehnung bekam ich sie auch mit dem 36mm Okular (=35x) nicht komplett ins Gesichtsfeld. Der Dunkelteil dazwischen und der „Golf von Mexiko“ waren aber klar zu identifizieren.

Vergrößerungen: 35x, 52x        Filter: OIII

Hinweis vom Webmaster:                                                   
In der Rubrik "Diashow" sind Aufnahmen der beobachteten Objekte zu finden (Bild 4 und Bild 23).


NGC 6960 und 6992 SNR im Cygnus
                                                                                                                                                           Hier konnte das 36mm Okular seine Vorteile ausspielen, da die genannten Teile des Supernovaüberrestes prima ins Okular passten. Der „Sturmvogel“ (NGC 6960) zeigte sich komplett und deutlich. Immer wieder ein Highlight. NGC 6992 ging ein wenig über das Gesichtsfeld hinaus. Beide Nebel zeigen diverse Filamente und stellen sich vielfältig dar. Ein Nebelfilter „ist Pflicht“.
Vergrößerung: 35x            Filter: OIII                                                    

Hinweis vom Webmaster:                                                                                      
In der Rubrik "Diashow" sind Aufnahmen der beobachteten Objekte zu finden (Bild 11 und Bild 12).


NGC 7128 OC im Cygnus

Es ist ein kleiner runder Nebel der sich sehr gut abhebt und auch bei kleiner Vergrößerung prompt ins Auge springt. 7-8 hellere Sterne sind randständig, kreisartig angeordnet, so dass ein wenig der Eindruck einer Geburtstagstorte mit Kerzen entsteht. Auf der oben genannten Fotografie (link beim Kometeneintrag) stellt sich das anders da. So hat jede Beobachtungs-/Dokumentationsmethode ihre Spezifikationen. Für einen Nebel mit ca. 3'x3' Ausdehnung und einer Helligkeit von 9,7mag ein lohnendes Objekt.

Vergrößerungen: 35x, 156x



NGC 7086 OC im Cygnus

Dieser hat ungefähr die dreifache Ausdehnung des vorgenannten und zeigt eine lockere, unregelmäßige Verteilung der Sterne. Die Sternanordnung der helleren Mitglieder erinnert an einen flächigen rechten Winkel, ähnlich einem plattgewalzten „L“

Vergrößerungen: 35x, 125x, 156x


Tr 37 OC im Cepheus

Wenn schon mal in der Gegend, habe ich mich an IC 1396 versucht, ein riesiger Gasnebel mit dem 4-fachen Vollmonddurchmesser. Aufgrund der Größe und der sehr geringen Flächenhelligkeit habe ich in dieser Nacht nichts nebelartiges erkennen können. Allerdings steht in dem Nebel der offene Sternhaufen Trumpler 37. Er zeigt eine lockere Verteilung im Zentrum. Sternarme ziehen sich krakenartig nach außen. Im Zentralbereich fallen ca. 10 hellere Sterne auf. Visuell heben sich Haufenmitglieder von den Umgebungssternen ab. Die Abbildungsrecherche im www. gibt das auf Fotos nicht in der Form wieder. Der Gasnebel wäre sicher ein lohnendes Fotoobjekt für ein nachgeführtes Weitwinkelobjektiv.

Vergrößerungen: 35x, 52x


M 52 OC in der Cassiopeia

Knapp hinter der Grenze zur Cassiopeia findet sich M52. Bei dieser Vergrößerung sehe ich eine lockere Verteilung der Haufenmitglieder, wobei eine „Halbierung“ merklich wird. Eine Hälfte des Haufens scheint aus helleren, die andere Hälfte aus dunkleren Mitglieder zu bestehen. Beide Teile sind für sich homogen hell.

Vergrößerung: 96x


Czemik 43 OC in der Cassiopeia

Ca. 20‘ südwestlich von M52 findet sich dieser unregelmäßige, strukturarme offene Haufen. Helligkeit und Farbe seiner Mitglieder heben ihn von umgebenden Hintergrundsternen klar ab, obwohl er aufgrund der Verteilung mit dem Hintergrund verschmelzen müsste.

Vergrößerungen: 56x, 96x


Meteor in Cassiopeia und Kleiner Bär

Leider habe ich nicht mehr auf die Uhrzeit geachtet (ca. 2:30 Uhr), aber ein sehr schneller und heller (ca. -2  bis -3mag) Meteor zog von Cassiopeia in den kleinen Wagen.

Ab 3 Uhr fiel eine Himmelsaufhellung auf. Der genauere Blick ergab, dass nur noch Sterne bis zur 4. Größe erkennbar waren. Der Blick auf die andere Hausseite zeigte den Mond und der wiederum wies mir den Weg ins Bett.


 




Legende:

Gx = Galaxie

OC = offener Sternhaufen (open cluster)

GC = Kugelsternhaufen (globular cluster)

Gn = Gasnebel

PN = Planetarischer Nebel

                                                                                                                                                                                                                           





Gesamtansicht des SupernovaĆ¼berrestes (SNR) NGC 6960 und NGC 6992-95 im Sternbild Cygnus.

Sternfreunde-Soest

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