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Beobachtungsbericht vom 04.04.2018

 

Beobachter: Winfried

 

Nachdem es am Nachmittag noch ergiebig geregnet hatte, riss die Bewölkung noch vor Sonnenuntergang auf. Oft gibt es nach Regen einen sehr transparenten Himmel, weil alle Aerosole aus der Luft gewaschen wurden.

Anhand von Satellitenbildern entschied ich mich zur visuellen Beobachtung. Als ich gegen 21:30 Uhr in die Sternwarte ging, war der Himmel klar, im Westen stand tief am Horizont eine Wolkenbank.

 

Beobachtungsziel war der Große Bär, der zur Zeit beobachtungsgünstig im Zenit steht.

 

M 40: Sternenmuster

Es ist erstaunlich, dass 2 Sterne um 9mag Eingang in den Messier-Katalog gefunden haben. Messier (1730 - 1817) sah zwar auch nur 2 Sterne, mit 53" Abstand ein optisches Paar, aber andere Astronomen berichteten von einer Nebelbeobachtung. Dass im Gesichtsfeld auch Galaxien standen, von denen ich NGC 4290 und 4335 hätte sehen können, ist mir entgangen.

 

M 81: Galaxie

Außer dem hellen Kernbereich ist mir nichts aufgefallen, die beiden Spiralarme habe ich nicht erkannt.

 

M 82: Galaxie

Hierbei handelt es sich um eine Starburst-Galaxie, in der viele Sterne neu gebildet werden, nachdem M 81 dicht an ihr vorbei gegangen ist. Sie zeigt sich länglich mit einem fast senkrecht zur Längsrichtung stehendem dunklen mäanderndem Band östlich der Mitte. Nach beiden Seiten sind hellere Knoten zu sehen.

 

M 97:  Planetarischer Nebel

Zunächst ist M 97 als kreisrunde helle Scheibe zu sehen. Erst mit einem OIII-Filter werden die beiden dunklen Höhlen in der Scheibe und 2 dunkle Einbuchtungen am Rand sichtbar. Wegen der beiden Höhlen wird M 97 auch Eulen-Nebel genannt.

 

M 101: Galaxie

Um den hellen Kern war ein schwaches Leuchten feststellbar. Bei genauerem Hinsehen waren Spiralstrukturen mit ein paar helleren Knoten erkennbar.

 

M 108: Galaxie

Die Galaxie war als längliches Band mit einem helleren Kern zu sehen, fast wie eine Edge-On-Galaxie.

 

M 109: Galaxie

Diese Galaxie wirkt unregelmäßig. Ein Balken stellte sich als zentrale Aufhellung dar. Seine Richtung konnte nicht wirklich erkannt werden, obwohl ich es mit Hilfe von drei, fast in Reihe stehende Vordergrundsterne versuchte. Ich möchte erwähnen, dass ich mein Notebook dabei hatte und das Planetariumsprogramm Guide9 zur Identifikation einsetzte. Ohne Rechnereinsatz würde mir sonst manch schwaches Leuchten entgehen.

 

Mrk 421: Quasar

Markarjan 421 ist als schwacher Lichtpunkt neben 2 hellen Sternen (6mag und 7,5mag) sofort gefunden, obwohl der Quasar nur eine Helligkeit von 13,6mag hat. Im 17" waren Sterne der 14,7ten Größe noch gut erkennbar. Laut Recherche im Internet ist Mrk 421 etwa 500 Millionen Lichtjahre entfernt und eine der nächsten und stärksten hochenergetischen Gammastrahlenquellen, die zur Überprüfung neuer theoretischer physikalischer Ansätze dient.

 

NGC 2685:  Galaxie

Sie erscheint spindelförmig mit einem schwachen Leuchten darum.

 

NGC 3077: Galaxie

Mehr als ein heller diffuser Lichtfleck ist nicht sichtbar. Es handelt sich um eine irreguläre Galaxie in der Nähe von M 81 und 82, die aber nicht mit im Gesichtsfeld standen.

 

NGC 3079: Galaxie

Die Galaxie mit einer Gesamthelligkeit von 10,8mag ist als nadelförmiger Lichtstreifen sofort sichtbar.

 

NGC 3073: Galaxie

Die Beobachtung war nur per Rechnereinsatz möglich. Sie stand mit NGC 3079 gleichzeitig im Gesichtsfeld. Hochnebelartige Wolken, hinter denen auch NGC 3079 verschwand, vereitelten zunächst die Sichtung. In einer Wolkenlücke war sie als ganz schwaches Leuchten erkennbar.

 

Ein Blick nach draußen zeigte einen von Wolken überzogenen Himmel. In den Lücken war der Himmel sehr transparent. Ich kann mich nicht erinnern, die nördliche Krone schon einmal so prägnant gesehen zu haben. Sehr zufrieden habe ich gegen 23:30 Uhr meinen Streifzug durch den Größen Bären beendet und die Kuppel geschlossen.


                                                                                                                                                                         

Sternfreunde-Soest

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