Sternfreunde Soest e.V.
Mit uns zu den Sternen






Initiative zur Förderung astronomischer Bildung


Unter dem Motto Astronomie und Raumfahrt erfahren haben die Sternfreunde Soest und die Fach-hochschule Südwestfalen eine neue Initiative zur Förderung astronomischer Bildung gestartet.


Geplant ist, pro Jahr zwei International bedeutende Wissenschaftler deutscher Hochschulen und Institute nach Soest einzuladen, um von ihnen exklusive Einblicke in aktuelle Themen der Astronomie und Raumfahrt zu erhalten.


Am 13. November 2026 wird die Veranstaltungsreihe „Astronomie und Raumfahrt erfahren“ an der Fachhochschule Südwestfalen, Campus Soest, fortgesetzt mit dem Vortrag

Medizinische Aspekte und Anforderungen an Astronauten bei Raumfahrtmissionen

von und mit Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga.

Prof. Gunga wird über die Einflussnahme von Umweltfaktoren auf den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen einschließlich des Menschen, vor allem unter extremen Umwelten wie z.B. dem Weltraum berichten. Zu den Umweltfaktoren zählen Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Licht, aber eben auch die Schwerkraft (Gravitation). Dies wird im Vortrag anhand von unterschiedlichen Bespielen erläutert und hierbei insbesondere auf die neuesten Ergebnisse aus der Weltraummedizin eingegangen.

Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga (geb. in Soest) ist Arzt und Geologe, Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten Berlin (ZWMB) und früherer stellvertretender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Datum und Uhrzeit:
Freitag, 13.11.2026, um 19:00 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Campus Soest – Gebäude 11
Fachhochschule Südwestfalen
Lübecker Ring 2, 59494 Soest

Eintritt:
6,00 Euro pro Person (nur Barzahlung möglich)
Schüler und Studierende frei








Der nachstehende Vortrag hat mit großem Erfolg am 06.Mai stattgefunden.


Wie das James Webb Space Teleskop unser Universum enträtselt
Besteht die dunkle Materie aus Schwarzen Löchern?

Prof. Dr. Günther Hasinger
Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Astrophysik, Görlitz. Universitätsprofessor an der TU Dresden.



Hierzu ein Bericht:

Rund 150 Besuchende erlebten einen eindrucksvollen Abend mit Prof. Dr. Günther Hasinger, dem international renommierten Astrophysiker und ehemaligen Wissenschaftsdirektor der ESA. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Marcus Schiffer, Bürgermeister der Stadt Soest, der als Schirmherr der Reihe mit den Worten „Von Soest aus zu den Sternen“ auf die Bedeutung solcher Wissenschafts- und Bildungsformate für die Region verwies.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand das James Webb Space Telescope, das seit 2021 neue Einblicke in die Frühzeit des Universums ermöglicht. Hasinger erklärte anschaulich den Aufbau des Teleskops mit seinem 6,5 Meter großen goldbeschichteten Spiegel, den spektakulären Raketenstart sowie die hochkomplexe Entfaltung im All. Durch modernste Infrarot-Technologie kann das Teleskop Galaxien und Schwarze Löcher sichtbar machen, die kurz nach dem Urknall entstanden sind.

Besonders eindrucksvoll schilderte Hasinger die Forschung zu sogenannten primordialen Schwarzen Löchern, deren Ursprung möglicherweise noch vor den ersten Sternen liegt. Er spannte den Bogen zwischen moderner Astrophysik und den grundlegenden Fragen nach Materie und Universum und brachte dies mit dem eindrucksvollen Satz auf den Punkt: „Das Nichts ist mehr oder weniger alles.“



Michael Kampmann (SfS), Prof. Schülke (FH), Winfried von Ohle (SfS), Bürgermeister Schiffer (Stadt Soest), Prof. Hasinger, Katja Wendlandt (FH), Heribert Heller (SfS), v. l. n. r.

Das Auditorium lauscht den Worten von Prof. Hasinger.