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Der Himmelsspiegel

Ein Hilfsgerät zur Himmelsbeobachtung

Im Journal für Astronomie Nr.69 wurde über den Bau eines "Himmelsspiegels" berichtet. Dies und der Kauf eines stabilen Carbon-Stativs regte einen Soester Sternfreund an, seinen 1998 gebauten Himmelsspiegel zu verbessern und endgültig zum Einsatz zu bringen.

Der Himmelsspiegel ermöglicht eine komfortable Beobachtung des Himmels mit einem Fernglas. Der Sternenhimmel wird mit einem ebenen "Vorderflächenspiegel" um 90 Grad gespiegelt und mit einem Fernglas beobachtet. Der Spiegel hat im Gegensatz zu einem Wandspiegel seine Reflexionsschicht nicht auf der Rückseite des Glases, sondern auf der vorderen Fläche, wodurch eine doppelte Spiegelung verhindert wird. Die Oberfläche des Spiegels muss sehr eben sein, d. h., die Welligkeit darf nicht mehr als die mittlere Wellenlänge des sichtbaren Lichtes, gemessen bei ca. 560 Nanometer, betragen. Nur so wird ein scharfes Bild möglich.

 

Beschreibung

Ein 3mm Alu-Blech wurde auf einer Kantbank um 45 Grad umgebogen. Um eine ausreichende Blechgröße zu erreichen, wurde ein 2. Blech untergeschraubt. Der 115mm x 230mm große Spiegel wurde mit Doppelklebeband auf dem (Grund-) Blech befestigt.

Aus einem Alu-U-Profil 30mm x 30mm entstand die Fernglashalterung, die mit Hilfe einer 8mm Kunststoffplatte (kann auch Alu-Blech sein) mit dem Grundblech verschraubt wurde. Wer die Anfertigung der Fernglashalterung scheut, kann eine Handelsübliche im Fotohandel erwerben.

Unter das Grundblech wurde eine Schiebe-Schnellwechselplatte geschraubt, die den Himmelsspiegel mit dem 2D-Kopf des Stativs verbindet.

An der Seite des Grundblechs ist ein Laserpointer auf einer selbstgebauten Justiervorrichtung (ein Kugelkopf tut es auch) montiert. Der Laser-Pointer ist auch an einem Dobson-Teleskop im Einsatz und erlaubt ein komfortables Ausrichten der Optiken auf die gewünschten Himmelsobjekte. Im fortgeschrittenen Alter verbiegt man sich nicht mehr gerne!

 

Resümee

Nun kann ich bequem auf einem Hocker sitzend mit dem 2250g schweren Fernglas den Himmel anschauen. Das Fernglas hat eine gute Optik, wurde aber wegen des hohen Gewichts kaum benutzt. Es sieht aus wie neu. Die Stativbeine werden nicht oder nur teilweise ausgezogen. Durch den waagerechten bzw. nach unten gerichteten Einblick wird die Himmelsbeobachtung zum Genuss.

 

Verwendete Geräte

Fernglas 10x70 von Fujinon gekauft Dezember 1996 für die Astronomie

Vorderflächenspiegel aus USA gekauft bei einer deutschen Firma Februar 1998

2D-Kopf MVA502AH von Manfrotto gekauft Mai 2018 für die Tierfotografie

Stativ Rollei Rock Solid Beta Mark II Carbon, 25kg Tragfähigkeit, gekauft November 2019 für die Tierfotografie

                                                                                                                                                                                

 

Linkes Bild: Fernglashalter links, Laser-Pointer rechts und Vorderflächenspiegel mitte.
Rechtes Bild: Himmelsspiegel mit Fernglas von oben. Links spiegeln sich die Objektive.
Himmelsspiegel mit Fernglas in Betriebsstellung.

Sternfreunde-Soest

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